Alles oder Nichts

Der Glaube dauerhaft glücklich zu sein

Mein gestriger Tag war unspektakulär. Ich habe gearbeitet, hatte Zeit für mich und habe den Abend entspannt verbracht. Der Schlaf heute Nacht war weniger erholsam, ich würde es als unruhig bezeichnen. Denoch bin ich gut in den Tag gestartet und fühle mich wohl.

Heute möchte ich, in Anlehnung an den gestrigen Beitrag, noch etwas tiefer in die Materie einsteigen. 
Das was ich gestern geschieben habe, war ein Thema dass nicht sonderlich gut ankommt bei den Menschen. Verständlich. Erstens hört es sich an wie ein schlechter Film und zweitens ist es auch nicht unbedingt schön. 
Wenn wir das Thema durch ein anderes, ebenso unschönes Thema ersetzen, haben wir dennoch den selben Effekt. Erschrocken, enttäuscht, ängstlich..., was auch immer an negativen Empfindungen da auftauchen.
Umgekehrt verhält es sich genauso. Hören wir etwas Schönes, dann freuen wir uns, sind begeistert und zufrieden. Dies sah man gestern ganz deutlich bei der Fussball EM. Die Freude und die Traurigkeit waren zur gleichen Zeit am selben Ort. 
Worauf ich hinaus will ist: Das eine funktioniert nicht ohne das andere!

Wir leben in der Dualität!

Dualität ist ein Konzept, dass in allen Bereichen des Lebens auftritt. Es beschreibt im Allgemeinen die Existenz von zwei miteinander verbundenen, aber entgegengesetzten Prinzipien oder Eigenschaften.

Einfach erklärt:  

Yin und Yang: In der chinesischen Philosophie steht das Konzept von Yin und Yang für gegensätzliche Kräfte, die zusammenarbeiten, um das Gleichgewicht im Universum zu erhalten. Yin ist passiv, dunkel und weiblich, während Yang aktiv, hell und männlich ist. Beide sind untrennbar miteinander verbunden und komplementär.

Erfahrung und Erkenntnis: Dualität hilft Menschen, die Welt zu verstehen, indem sie Gegensätze erfahren und daraus lernen. Gut und Böse, Freude und Leid, Erfolg und Misserfolg sind duale Konzepte, die unsere Erfahrungen und unser Wachstum prägen.

Identität und Selbstverständnis: Dualität spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung der Identität und des Selbstverständnisses. Ohne Gegensätze hätten Menschen Schwierigkeiten, ihre eigene Position, ihre Werte und ihr Verständnis von sich selbst und anderen zu definieren.
 
Entwicklung und Lernen: Duale Erfahrungen, wie z.B. Fehler und Erfolge, ermöglichen es Menschen, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Durch den Kontrast erkennen wir, was besser oder schlechter ist, und können uns entsprechend anpassen.
 
Also spielt Dualität in vielen Bereichen des Lebens eine wesentliche Rolle, um Verständnis, Entwicklung und Balance zu ermöglichen. Sich das Leben ohne Dualität vorzustellen, bedeutet, viele dieser Konzepte und Mechanismen in Frage zu stellen, was wahrscheinlich zu einem radikal anderen und möglicherweise weniger verständlichen oder funktionalen Zustand führen würde.
Ich würde sogar behaupten dass es nicht möglich wäre nur eine Seite zu leben. Das Gleichgewicht würde kippen. 
Daher schreibe ich über alles was um uns herum geschieht. Wir sind ein Teil von alledem und es ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, sich unliebsamen Erfahrungen zu entziehen. 
Die Welt und das was auf ihr stattfindet ist nicht immer rosarot und dekoriert mit Glitzerstaub.
Natürlich ist es erstrebenswert dauerhaft glücklich und zufrieden zu sein, nur wird es Momente geben an denen wir dies nicht sein werden. 
Weder im Positiven noch im Negativen verhaftet zu sein sondern beides anzuerkennen und zu wissen dass das eine nicht ohne das andere existieren kann erschafft Neutralität.
Es ist wie es ist. Ein Gefühl dass entspannt, dass den Druck reduziert und uns erkennen lassen kann, wo wir mit unseren Gedanken waren. Neutralität in der Dualität, die Ruhe inmitten des Sturms.
 
Ohne Dualität gäbe es keinen Kontrast und keine Möglichkeit, verschiedene Aspekte des Lebens zu verstehen oder zu schätzen. Daher dürfen wir lernen mit der Auf und Ab Energie so entspannt wie möglich umzugehen.
Das Leben ist doch wirklich interessant oder?
 

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