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Zum Nach - richten

Heute morgen schreibt mir eine Freundin ob ich über den 8.8. gelesen habe und ob ich etwas zu diesem besonderen Datum gespürt habe. Nein, hatte ich nicht und ich richte mich nicht nach Zahlen. Doch war der gestrige Tag für spirituell Interessierte wohl eine ganz große Nummer. So zumindest hab ich es in den sozialen Netzwerken gelesen. Da war aber wirklich alles dabei, von "ein super wichtiges Datum für die Erfüllung all deiner Wünsche" bis " das Ende ist nah!" Das führte bei mir, leider wieder einmal, zu exessivem Stirnrunzeln.
Den gestrigen Tag habe ich als ziemlich normal empfunden. War ein bisschen müde aber ansonsten habe ich nicht viel gespürt, weder negativ noch super positiv. Es war okay.

Vorhin schickt mir ein Freund einen Livestream von Erdbeben in Japan. Hatte das schon gestern gelesen aber noch keine Bilder dazu. Nicht schön so etwas zu sehen. 
Doch kein Hinweis davon in den Radionachrichten. Warum nicht? 
Dafür jedoch dass auf einigen Friedhöfen in der Nähe Vasen und Schalen gestohlen wurden. Nach den Dieben wird gesucht. 

Was uns und unser direktes Umfeld also nicht betrifft muss nicht zwingend erwähnt werden, oder? 
Ich sehe das ein wenig anders. 
Das große Ganze, die Puzzleteile zu sehen und wenn auch nur einen kleinen Blick darauf zu werfen ob es eventuell irgendwann auch uns betreffen könnte, finde ich notwendig. Das hat nichts mit Panikmache zu tun, doch ich stehe ungern vor vollendeten Tatsachen.

Ich rede mit Menschen und diese wissen nicht dass, es ist noch gar nicht so lange her, das Internet weltweit stellenweise lahmgelegt wurde. Eine Katastrophe würde so etwas länger als ein paar Stunden andauern. Ich erwähne das vor ein paar Tagen die Börse in Japan in die Knie gegangen ist, selbst in America waren sie am straucheln. Das konnte interessanterweise wieder recht schnell behoben werden, trotzdem kam davon nichts in den normalen Nachrichten. Kaum einer reagiert. 
Es ist halt so mit Schulterzucken.

Auf der positiven Seite der News, gibt es dafür umso mehr.
Da ist ja jede brenzlige Situation ein Hinweis auf paradiesische Zustände hier auf Mutter Erde. Wenn Vulkane ausbrechen, dann reinigt sich die Erde, wenn es zu Überschwemmungen kommt da spült es Altes weg, wenn es dem Menschen körperlich schlecht geht sind das unbewusste Gedanken die sich zeigen um geheilt zu werden. Ich möchte nicht alles verneinen, doch werden solche Nachrichten dermaßen spektakulär angepriesen dass ich es gar nicht mehr lesen will. 
Im Endeffekt ist es auch hier die selbe Methode um Menschen zu animieren sich nach den Nachrichten zu richten. 
Es gibt ein Problem? Wir haben die Lösung!

Doch was ist nun wichtig und was nicht? Ich denke da gibt es milliardenfach verschiedene Antworten. 
Ich für mich lese und höre was ich für mich als wichtig erachte. Danach kann ich eventuell handeln. Ich blende schlechte Nachrichten nicht aus und ziehe gute nicht vor, weil beides zur gleichen Münze gehört. Ich wege ab was kann ich glauben wenn ich persönlich nicht dabei bin, und was ist absoluter Käse?
 
Vielleicht wird die Zeit kommen in der wir vermehrt nur Schönes hören. Aktuell sind wir davon noch weit entfernt.
Und das habe ich nicht aus den Nachrichten, das sagt mir mein Gefühl.

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