Aufräumen und weg damit 

Warum loslassen so wichtig ist

Ich habe schon kurz bei Instagram ( Happy sein - Ist deine Wahl! ) davon gesprochen, doch ich denke dass ist ein Thema, wenn auch schon oft besprochen, dass niemals an Aktualität verliert. 
Denn erstaunlicherweise treten solche Loslass Episoden immer dann auf wenn du denkst dass es da gar nichts mehr zum loslassen gibt. Tja weit gefehlt, da ist noch einiges was weg kann und zwar so drastisch wie ich es sage. 
Weg damit! Knallhart und ohne Kompromisse!
 
Ja das geht doch aber nicht! Doch das geht.
Lass mich von meiner jetzigen Situation sprechen. 
Ich bin einer Bürotätigkeit nachgegangen. Zwar in der Firma meines Partners aber das war auch nicht viel anders wie in einem anderen Betrieb. Ich würde sogar sagen es war von der Arbeit her noch Zeit und Gedankenaufwändiger als in einem Fremdbetrieb. Dort macht man die Tür hinter sich zu und geht nach Hause. In meinem Fall hast du das den ganzen Tag, die ganze Woche. 
Was auch noch zu erwähnen ist, ist dass ich noch nie wirklich der Freund von Büro und Papierkram war. Lange Rede kurzer Sinn, ich hab´s eben gemacht. Bis heute.

Ich merkte schon länger dass dies nicht meins ist, aber ich hab es getan weil andere machen auch Jobs die nicht immer Traumjobs sind. Aber irgendwie fand ich es immer frustender. Jeden Tag das Gleiche an dem ich nicht wirklich Spaß empfinde. Nach der Arbeit hatte ich meist auch keine Lust mehr auf irgendwelche anderen Sachen. Es hat mich förmlich ausgebremst.
Heute morgen hab ich dann mit meinem Partner gesprochen und gesagt dass ich das nicht mehr machen möchte. Und er sagte sogar dass es das verstehen kann und das es okay ist. 
Hm, gut, super, das war aber einfach!

Doch dann fing der Verstand an. 
"Ja und was machste dann? Ist das nicht ein bisschen fies deinem Partner gegenüber? Du hast doch jetzt nichts anderes und du kannst doch nicht nur Hausfrau sein! Du hast doch immer schon gearbeitet, wie willst du da jetzt vorgehen?" 

Das sind sie, die Einwände unseres Verstandes. Und ich möchte noch nicht einmal sagen dass er da zu viel an Aufruhr macht. Natürlich kann man nicht immer alles über den Haufen werfen, überdenken ist nicht immer die schlechteste Idee. 
Doch wenn wir wissen wo der Knoten ist, dann sollten wir ihn nicht durch übertriebenes und angstvollen Denken noch fester zuziehen. 
Klar wäre es anders wenn ich alleine wäre. Doch auch in solch einem Fall, vielleicht nicht so abrupt wie jetzt gerade, würde ich meinen Weg ändern. Das habe ich schon oft getan und kein einziges Mal war es falsch. 

"Ja und was machste dann?" 
Wenn ich ehrlich bin weiß ich das noch nicht. Ich werde mich jetzt wohl das erste Mal richtig um mich kümmern. Das heißt nicht dass ich mich täglich ins Koma meditiere, nein, ich werde mich vielmehr beobachten und achtsam sein. 
Mach ich das wirklich gerne was ich da gerade mache? 
Tu ich dieses oder jenes nur dass mich andere schätzen? 
Wie fühle ich mich tagsüber, wie wenn ich mich ins Bett zum schlafen lege, bin ich leicht und entspannt? 
Bin ich verbissen oder lache ich mehr als sonst? 
Wie reagiert mein Körper darauf? 
Wie fühlt es sich an mit leichtem Gepäck?

Mein Partner sagte ich solle mich mehr dem Schreiben hier widmen, dass was mir wirklich Spaß macht. Wer weiß was sich da so alles entwickelt. 
Also habe ich mich gleich an den PC gesetzt und losgelegt ;) . 
Was kommt weiß ich nicht. Das wissen wir übrigens nie, egal wie sehr wir uns abgesichert  haben. 
Loslassen, weg damit. Wie alte Kleidung die uns nicht mehr gefällt. Wir werden Neue finden die uns vielleicht besser passt und uns gut steht. Also raus aus den alten Klamotten und rein ins Leben. 
Vertrauensvoll denn irgendwie geht´s immer weiter ;) !


 

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