Den Gefühlen auf der Spur
Wie hilfreich sind sie wirklich?
Wann hast du zum letzten Mal gefühlt? Also ich meine richtig gefühlt. Nicht: "ahhh das ist jetzt aber nicht so dolle, schnell mit irgendetwas ablenken!" Oder: "oh wow, das ist ja super, aber nicht sonderlich außergewöhnlich." Besser formuliert: wann warst du das letzte Mal eins mit deinem Gefühl?
Wenn ich das Freunde frage, werden sie mit Sicherheit erst komisch gucken und vermutlich denken ob ich noch ganz bei Trost bin. Denn wie, und vor allem warum, sollte man eins mit seinen Gefühlen sein?
Weil es genau das ist was jeden Menschen antreibt, bewusst wie unbewusst. Positiv wie Negativ.
Jetzt gibt es ja nicht nur Gefühle, sondern auch Emotionen. und Empfindungen. Ist das jetzt alles das selbe?
Nein.
Emotionen sind komplexe Reaktionen, die eine Kombination aus physiologischen Reaktionen, subjektiven Erfahrungen und Verhaltensimpulsen beinhalten. Sie sind oft intensiver und können relativ kurzlebig sein, wie zum Beispiel Wut, Angst oder Freude.
Gefühle hingegen sind die subjektiven, bewussten Erfahrungen, die als Ergebnis von Emotionen entstehen. Gefühle sind gewissermaßen die bewusste Wahrnehmung der Emotionen. Zum Beispiel kannst du eine Emotion wie Angst erleben, und das Gefühl, das daraus entsteht, könnte Unsicherheit oder Nervosität sein. Gefühle sind also die persönliche, innere Interpretation und Reflexion der Emotionen.
Empfindungen hingegen beziehen sich auf die unmittelbaren Wahrnehmungen, die durch äußere Reize verursacht werden, wie z. B. der Schmerz, den du fühlst, wenn du dich schneidest, oder die Wärme, die du spürst, wenn du die Sonne auf deiner Haut hast. Empfindungen sind oft die Grundlage für Emotionen. Beispielsweise kann die Empfindung von Wärme ein Gefühl von Behaglichkeit und somit Freude auslösen.
Man könnte sagen, dass Gefühle die "Spitze des Eisbergs" sind, die Teile der Emotion, die wir bewusst wahrnehmen.
Genauer betrachtet entsteht somit bei jeder Wahrnehmung auf eine Sache oder eine Situation eine Kettenreaktion im menschlichen Körper. Das dies, je nachdem mit was wir uns auseinandersetzen, dem Körper und der Psyche zu schaffen machen kann ist deutlich zu erkennen. Ebenso kann es aber auch unglaubliche Kräfte hervorrufen die wir von uns bisher nicht kannten. Positiv, wenn wir zum Beispiel verliebt sind, schweben wir auf Wolke sieben und die ganze Welt ist ein Paradies, nicht wahr?
Wie können wir denn überhaupt feststellen wo wir uns gerade mit unseren Gefühlen befinden?
Bewusst sein. Da sein. Ganz bei uns.
Konzentrieren wir uns aber in diesem Falle auf die Gefühle die uns nicht so behagen. Ich gehe jetzt davon aus dass jeder positive Gefühle ziemlich gut findet ;) .
So, es gilt da zu sein, nicht bei dem was uns getriggert hat, sondern hier, wo wir den Trigger spüren. Der Körper reagiert - immer!
"Ja aber wenn ich den Trigger spüre dann könnte ich... !"
Und genau das ist es. Eine Erfahrung löst eine Emotion aus. Jetzt besteht die Möglichkeit diese Emotion auszuleben oder inne zu halten. Kurz gesagt, man darf sich fragen ob es von Vorteil ist jetzt förmlich aus der Hose zu springen oder es zu lassen. Natürlich kann in den Wald gebrüllt werden, das erleichtert auf jeden Fall, doch sollten wir es wenn möglich vermeiden andere an unserem Ausraster teilhaben zu lassen.
Doch wir kennen es alle wenn da so eine Welle anrollt..., dann sind wir meistens außer uns. Ja Aus Uns raus, nur bei der Sache und meilenweit weg von uns.
Der Verstand hat die Hosen an und lässt sich mit Argumenten nicht lumpen.
"Hallo, Haaallo, wo bist du bitte?"
So ensteht das Drama. Hilft uns dies? Nein in keinem Fall.
Der Verstand trägt seine Meinung vor und dadurch entsteht die Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger.
Würden wir öfter überhaupt einmal darauf achten, was er da so erzählt wäre einiges etwas anders auf dieser Welt.
Atmen, ruhig atmen, spüren wo sich etwas zeigt, das fühlen was sich zeigt, okay es darf da sein, ausatmen.
Daurch lösen sich keine Probleme, doch können wir wieder klar denken. Und nur mit einem klaren Verstand können wir Dinge auch positiv und gezielt angehen.
Hier noch ein Spruch von Klaus Seibold, der treffender nicht sein könnte:
WENN MAN ALLE NEGATIVEN GEDANKEN, GEFÜHLE, ERLEBNISSE UND GESCHEHNISSE DURCH POSITIVE ERSETZEN KÖNNTE, DANN WÄRE MAN DER REICHSTE MENSCH.
Der Fokus entscheidet. Was ist deiner?

Kommentare
Kommentar veröffentlichen